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Ich bin in eine gestörte Familie hineingeboren, das jüngere Kind, neun Jahe jünger als mein Bruder. Als ich geboren wurde waren meine Eltern schon zehn Jahre verheiratet, meine Großeltern tot. Zu jener Zeit war alles schon so wie es auch heute noch ist. Mein Erzeuger ein Fremder im eigenen Haus, das dritte Kind der Familie. Er nennt meine Mutter nicht bei ihrem Namen sondern Mama und er benimmt sich wie ein egozentrisches Kind. Er verlangt Aufmerksamkeit, den ganzen Tag, aber schenkt keine. Er verlangt Zuneigung von meiner Mutter, sie gibt sie ihm auf Verlangen, sie lehnt seine Zuneigung aber ab, uns Kindern gibt er keine. In all den Jahren hat er uns nach möglichkeit nicht wahr genommen und wenn doch dann negativ. Für körperliche Ge***t in irgendeiner Form war er zu desinteressiert an uns. Wir waren in seinen Augen weniger als Küchenschaben und das hat er uns auch wissen lassen, mit jedem Wort, mit jeder Geste. Das wurde mit den Jahren nurnoch schlimmer, mittlerweile kennt er nurnoch sich selbst und seine Bedürfnisse, auch meine Mutter ist ihm egal solange sie ihm die Unterwäsche raussucht und sein Essen kocht. Ich hab ihn gehaßt seit ich denken kann. Und jetzt fühle ich mich wieder schuldig das ich das geschrieben hab.

Meine Mutter - sie versucht ihre Kinder groß zu ziehen. Sie liebt uns, sie sorgt sich um uns, vielleicht eine Spur zu viel als gut ist. Aber hat sie jemals irgendwelche Erwartungen in uns gehabt? Uns jemals etwas zugetraut? Mein Erzeuger sagt uns das wir nichts wert sind, nichts taugen, nichts können. Dann streitet sie mit ihm. Aber hat sie und jemals gesagt das wir was wert sind, was taugen, was können? Nein. Sie kann es nicht, weil sie von sich selbst nicht glaubt was wert zu sein, was zu taugen, was zu können und darum hat sie diesen Mann geheiratet, weil sie glaubte besser den als keinen und was anderes habe sie doch nicht verdient. Und ja, er hat sie nie geschlagen, er war doch ein guter Mann, nicht wahr? Zwar ein drittes Kind, oder ein großer Hund, aber doch etwas zu dem man eine gewisse Zuneigung entwickelt, oder?

Mein Bruder war Vaterstatt bei mir. Er war mein Held. Er weiß soviele Dinge, ist so klug und ruhig und geduldig. Aber mit den Jahren wurde er immer scheuer, zog sich immer mehr zurück, nun sieht man sich nurnoch zu den Mahlzeiten und manchmal bekomme ich eine e-mail von ihm, dabei lebt er auf der anderen Seite meiner Kinderzimmerwand. Er hat mir früher vorgelesen, war immer für mich da weil es die Eltern nie waren. Doch nun ist er auch fort gegangen, irgendwo in sein Einsiedlertum, alleine ohne Freunde, ohne Partner, nur er seine vier Wände, der Computer und ein paar Bücher. Er hat nie etwas aus seinem Verstand gemacht, er hat wohl unseren Eltern geglaubt, nun ist er Langzeitarbeitsloser der es nicht erträgt unter Menschen zu gehen, dabei blüht er so auf wenn er unter Menschen ist.

Und ich... ich hatte nie eine Beziehung die länger als ein halbes Jahr dauerte und auch davon nur 3 Stück in 21 Jahren. Ich hab Abitur gemacht gegen den Willen meines Erzeugers, sogar studiert und promoviert und doch, am Ende kam ich "heim" ohne Job. Ein halbes Jahr hause ich nun wieder in diesem Haus. Der Psychoterror meines Alten hat ganz neue Dimensionen erreicht, denn er wurde bestätigt. Ich bin nichts wert, ich kann nichts, bin einfach nur ein "blödes Stück Scheiße", eine "alte doofe Fo*ze", so "verdammt blöd das man sie nur knallen kann". Nein, er schlägt mich nicht, aber er droht. Er hat meine Mutter geschlagen als ich wieder hier war. Er würds auch bei mir versuchen. Ich hab Angst vor mir selbst das ich dann ein Messer greifen könnte und ihn damit kalt mache. Darum zieh ich mich nach einigen ernstgemeinten Drohgebärden meinerseits zurück. Er würde schön blöd gucken wenn er wüßte das ich mehr Angst vor mir selbst als vor ihm habe. Aber nurnoch 3 Tage, dann bin ich hier weg. Ich hab mir eine Wohnung gemietet und ziehe aus, betreibe Eigendeprivation um der Eskalation entgegenzuarbeiten.

So, nun ist es raus und mir klopft das Herz bis zum Hals, aber es ist raus.
8.1.07 14:04
 


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